Bevor das alte noch vorbei ist, müssen richtungsweisede Entscheidungen für das kommende Schuljahr getroffen wreden. Eine Idee, die derzeit durch die diversen Gesprächsrunden geistert, ist die Frage, ob man nicht zu dem Modell der nach Jahrgangsstufen eingeteilten WGs zurückkehrt. Vor der - an sich reizvollen - Idee eines Unter-, Mittel-, und Oberstufenhauses möchte ich allerdings warnen. Auch wenn es mir persönlich herzlich egal sein dürfte, hege ich eine klare Präferenz für das derzeitige Modell der altersgemischten WG, und dies dürfte auch bei der Schülerschaft ähnlich sein. Die Gründe liegen auf der Hand.
Die Idee ist gut: gemeinsame Betgehzeiten, altersgerechtere Betreuung, mehr Austausch innerhalb der Klasse und damit Stärkung der Klassengemeinschaft. Das alles versprechen sich Befürworter der Idee, die WGs im Internat künftig nach der Klassenzugehörigkeit zusammen zu setzen. Doch wie die Erfahrungen aus dem dritten Jahr bereits zeigten, bringen diese Konstellationen auch gehörige Komplikationen mit sich. Die Arbeit und das Leben in den Unterstufen-WGs ist trotz der früheren Bettgehzeiten wegen der herrschenden Unruhe der quirrligen Bewohner, von denen viele noch nicht an das Internatsleben oder die LGH-spezifischen Abläufe gewöhnt sind, von mir persönlich stets als anstrengender und unbefriedigender empfunden worden.
Auch der Austausch über die Klassen- und Altersgrenzen hinweg, für viele Schüler der wichtigste Grund überhaupt am LGH zu sein, wird durch die fehlende Durchmischung reduziert.
Der Vorteil der altersgemischten WGs hingegen ist der, dass man bereits 'alte Hasen' hat, die genau wissen, was läuft und was nicht. Hier wird Wissen und Sozialkompetenz von Generation zu Generation weiter gegeben. Diesen Effekt, der sich so über die Jahre aufgebaut hat, und von dem man erst jetzt so richtig profitiert, durch ein weiteres Experiment zu verschenken, halte ich für eine unnütze Belastung der Schüler und Lehrer.
Deshalb, ganz entgegen meiner sonstigen pädagogischen Grundsätze kann ich meinen Kollegen nur raten: Finger weg von diesem Experiment!
Die Idee ist gut: gemeinsame Betgehzeiten, altersgerechtere Betreuung, mehr Austausch innerhalb der Klasse und damit Stärkung der Klassengemeinschaft. Das alles versprechen sich Befürworter der Idee, die WGs im Internat künftig nach der Klassenzugehörigkeit zusammen zu setzen. Doch wie die Erfahrungen aus dem dritten Jahr bereits zeigten, bringen diese Konstellationen auch gehörige Komplikationen mit sich. Die Arbeit und das Leben in den Unterstufen-WGs ist trotz der früheren Bettgehzeiten wegen der herrschenden Unruhe der quirrligen Bewohner, von denen viele noch nicht an das Internatsleben oder die LGH-spezifischen Abläufe gewöhnt sind, von mir persönlich stets als anstrengender und unbefriedigender empfunden worden.
Auch der Austausch über die Klassen- und Altersgrenzen hinweg, für viele Schüler der wichtigste Grund überhaupt am LGH zu sein, wird durch die fehlende Durchmischung reduziert.
Der Vorteil der altersgemischten WGs hingegen ist der, dass man bereits 'alte Hasen' hat, die genau wissen, was läuft und was nicht. Hier wird Wissen und Sozialkompetenz von Generation zu Generation weiter gegeben. Diesen Effekt, der sich so über die Jahre aufgebaut hat, und von dem man erst jetzt so richtig profitiert, durch ein weiteres Experiment zu verschenken, halte ich für eine unnütze Belastung der Schüler und Lehrer.
Deshalb, ganz entgegen meiner sonstigen pädagogischen Grundsätze kann ich meinen Kollegen nur raten: Finger weg von diesem Experiment!