Home: Die Werkstatt Südafrikablog: Kom die Kaap na!

6.5.08

Nice things at LGH

Almost four years I have now spent living in SFG, the pitiful epitomy of Swabian bleakness. And, just when you least expect it, beauty is revealed. On Sunday (oh, how that day deserved its name!) I was sitting on the balcony of my esteemed colleague SMH, enjoying the rays and thinking that, holy moly, if you just manage to forget about SFG and its plentiful misgivings for a while, the view over campus, the school building with its classical frame in the distance, and the medieval town nestled in between the green woody hills, then - well yes!- then you can actually come to call this place beautiful.

With these astounding findings rocking my cortex, I chanced to look down at the scene that was unfolding on the asphalt just below. Where once there was lawn, old linden trees and dandlelions in between the buildings, and where the whim of the architect now let designer-fitted saplings sprout from perfectly circular cement blocks latched unto the dark seal of civilization, some of our girls were practicing their moves on the unicycle. Their laughter rang up, bubbling, rippling through the spring air, and I thought, why, yes, this is life reclaiming space - finally there is a pulse to be felt among the clear geometrical lines of the living-and-learning complex.

Another thing happened at that moment that made me smile so much I nearly burst with rapture - a bully got hers, but that is another story for another day.

5.5.08

Inteview im Deutschlandfunk

Das LGH und das Thema Unterricht für Hochbegabte wurde ja bereits in verschiedenen Medien vorgestellt, und wie dem aufmerksamen Leser dieses blogs nicht entgangen sein wird, war die Darstellung nicht immer so ganz nach unseren Vorstellungen. Umso schöner, dass es tatsächlich Radiosender (und -hörer!) zu geben scheint, die auf gut recherchierte Beiträge Wert legen. Leider halten sich aber auch dessen Redakteure nicht immer an ihre Versprechungen, wie z.B. rechtzeitig bekannt zu geben, wann denn nun ein Beitrag gesendet wird, oder einen Mitschnitt zu schicken. Einem reinen Zufall ist es denn auch zu verdanken, dass folgendes Interview aufgezeichnet wurde, und nicht für immer im Nirvana des Äthers verhallte. Leider wurde mir das Datum der Erstaustrahlung nicht mitgeliefert, es muss irgendwann Anfang April gewesen sein.

(Wer mit die genauen Daten herausfindet - dem spendiere ich eine Pizza...)


2.5.08

Die Ballkultur am LGH - elitär oder einfach nur schön?

Zum inziwschen dritten Male feierten die LGHler den Beginn des Wonnemonats mit einem opulentem Frühlingsball mit gehobenem Ambiente - und der ansosnten eher flapsig-unterkühlte Ton der Mensa wich für ein paar Stunden dem Zauber des gut Gesitteten. Die Herren in Anzug und Frack, die Frisuren gestylt - die Damen aufgebrezelt, als gäbe es kein Morgen mehr.
Wie schon in den Jahren zuvor wurde zunächst trefflich gespeist und geplauscht, und, wie es sich für einen ordentlichen Ball gehört, natürlich auch eifrig das Tanzbein geschwungen. Neben dem immer wieder unterhaltsamen Kulturprogramm, dass zum Frühlingsball gehört wie Lachs aufs Brötchen, gab es diesmal eine aufsehenerregende Neuerung: die erste offizielle Darbietung der LGH-Lateinformation. Unter der Ägide der Kollegen Lars Prietz und Boris Exner legten acht Tanzpaare zum Elvis-Mix eine heiße Darbietung der über ein Jahr einstudierten Samba-, Chacha-, und Rumbakenntnisse aufs Parkett. LGH-typisch wurde dieser Beitrag mit frenetischem Applaus bedacht, wie auch weitere extravagante Darbeitungen einzelner Paare im Verlauf des Paares. Selbst meiner Wenigkeit gelang es - unter Aufbietung aller Kräfte und trotz heftigen Widerstandes - meine bisweilen störrische Partnerin G. C. in geordneten Bahnen und ohne größere Unfälle über das Parkett zu lenken. Gegen ein Uhr morgens, der Mai war inzwischen angebrochen, pilgerten die erschöpften Päarchen zurück ins Internat, die fleißigen Helfer der Küche und des Aufräumteams durften noch bis weit nach zwei Uhr ihren Pflichten nachkommen.

Haben Hochbegabte einen Tanzfimmel?
Auf jeden Fall wird am LGH regelmäßig geschwoft und gegroovt -
wie hier am ersten Weihnachtsball im Jahre 2005.


Doch bei allem Spaß und Glamour - zu diesem Event waren auch deutliche kritische Stimmen zu vernehmen: Die Ballkultur am LGH nähme langsam elitäre Züge an, die Frequenz der Bälle (Weihnachten, Frühling, Abitur) sei inflationär. Kritik, die ernst genommen werden muss - oder die man als Spielverderberlaunen schlicht ignorieren sollte?