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30.7.09

A Week of Farewell

Another special moment: My baseball boys pose for a team picture.

And so it goes. My time in Schwäbisch Gmünd has come to an end, and I have finally, after five years, left the Campus with a big grin on my face. Lots of people wish me well, some with tears in their eyes, some with smiles, some seem indifferent and probably there are even those who are more or less secretely relieved. In any case, I have left marks in the making of this school, and I should hope not only those splashed in red color on the schoolyard.

Last week held so many single events that are worth posting about, but which happened at such a frequency that I couldn't even come close to keeping up. Included in the end-of-year-frenzy was the intern farewell ceremony during the teacher's conference where both Big T and Mother Superior found most fitting words to summarize five years of contribution and to say thanks. Then there was the Summer Fest and Alumni Meeting, again with many memorable moments, followed by the cleaning of school and boarding house on Thursday and Friday respectively. The night into Saturday was special, as I witnessed friend Larry, who is also leaving the school, and with that a great gap, being kidnapped by a raging mob of teenage girls during his nightshift and forced to party well into the morning.

For those about to rock: We salute you. LGH students celebrate summer.


Saturday then, with red eyes from the accumulated lack of sleep over the past days, I passed out report sheets to my students with shaky hands and warm words before rushing hither and thither in order to prepare the sale of 'Leichenbraut' DVDs, organize the helpers for my farewell party and rehearse one more time for the Farewell song.

And then the moment of good-bye came. Called up on stage by the students in the closing of the LGH Family ceremony, Larry, Kathi and I were presented with gifts and good wishes. There was a moment of tears welling up - Moen had prophesized I would be crying all day, which thankfully never happened - partly due to the fact that I have had so much time of preparing for this moment, I think.
A rather gypsy version of Farin Urlaubs 'Abschiedslied' with the greatly appreciated help of students and Alumni (what a moment to be standing on stage with Riff and LGH AllStars...) gave me oppurtunity to look the whole school in the eye and sing those wise words I have been milling around in my head: '...ich weiß dass ich euch liebe, egal was auch passiert, ich werd euch nie vergessen, dies ist mein Abschiedsliieeeeed...' and I hope that came across.

The following half hour was filled with parents and students more or less lining up to say good-bye - when all I really wanted to do was get out, out, out, (the kebab catering people were already becoming anxious). I don't know how often I answered the same questions, or received the same wishes, I badly needed to shower and everything was getting just too much.

Thankfully I had great help in the setting up of the Good-Bye bash, and thank you to all who made it there and turned the evening into something so special - there were not only ex-students passing by on their way to their own road-trip adventure, but family and also friends from a long time back - including an actress from London, a devouted mother from Münster and two passionate scientists from Barcelona. It was a party to be remembered and the after-shocks over the next days were forcefull - I think the pictures speak for themselves at this point.

From Monday to Wednesday I packed up my stuff - first alone and meditating over every piece, then with help from Campus Friends and all relaxed and chilled. And then it happened - I handed over the keys to my apartment, shook hands for a last time with Mother Superior, looked her in the eye and wished the best of luck - to her and all of LGH. Without me.



Taking a good aim at post LGH life...


9.7.09

Rückenwind

Ob ich denn so langsam Abschied nähme vom LGH, fragte in einer Mail eine Ex-Schülerin. Ich hielt mit dem Lesen der restlichen Korrespondenz inne, stand auf und trat in den Garten, um eine Mitternachtszigarette zu rauchen. Still lag der Sportplatz im Sommerregen, dann drang aus der TG-Kneipe eine alkoholisierte Lachsalve herrüber. Von den Balkonen der M-H Wohnung über mir tropfte es leise auf das feuchte Holz des Sonnendecks. Eigentlich müsste ihn mal wieder mähen, sinnierte ich. Das letzte Mal.

Schon lange, so kam mir dabei in den Sinn, bin ich damit beschäftigt, meine Rolle im Leben des LGH zurückzufahren. Spannt man einen Bogen vom Anbeginn der Planungsrunde im Januar 2004 bis heute, am Ende des fünften Jahres Schulbetrieb, so ist in den übernommenen Verantwortlichkeiten eine deutliche Einnischung in das System, eine Spezialisierung der Aufgabenbereiche zu beobachten. Waren im ersten Jahr meine Aufgabenfelder vielfältig und unübersichtlich, zerriß ich mich zwischen Bauausschuss, Öffentlichkeitsarbeit, Aufbauen einer Internats- und Unterrichtsstruktur, Einführen von Ritualen wie Frühkonzil, Schulabend, WG-Abende etc. (die Liste ist in der Tat eine lange), so betreibe ich in der Endphase meiner LGH-Zeit eine aktive Abwehr von Aufgaben. Vor allem von solchen, die andere Kollegen meiner Meinung nach besser lösen könnten - oder jene, für die der Kaschl das nächste Jahr ohnehin nicht mehr zur Verfügung steht. Die strukturelle Übergabe ist also in vollem Gange, und ich werde rein aufgabentechnisch keine große Lücke hinterlassen, davon bin ich überzeugt. So manches wird ohne mich wohl auch besser laufen.

Auf die Frage des Wehmuts, der potentiell mitschwingen könnte, und wie er von anderen Lehrern, die uns leider verlassen, geäußert wird, muss ich ganz ehrlich antworten, dass fünf Jahre LGH für einen Anfang/bald Mitte-Dreissiger jetzt wirklich genug sind. Es ist Zeit, mich meinem eigenen Leben, meinen eigenen Ideen, meinen eigenen Bezugspersonen zu widmen. Eine eigene Familie zu gründen. Und so gehe ich mit einem breiten, zuversichtlichen Lächeln. Das LGH ist aus den Windeln raus, und ich habe meinen Part dazu beigetragen. Der Weg vor mir ist mindestens genauso spannend, wie die Phase, die gerade ihr Ende findet. Die Verbindung zu manchem ehemaligem Schüler wird natürlich bleiben - das ist mir natürlich eine ganz wichtige Sache - aber die Kommunikation wird auf anderer Ebene, wenn möglich auf Augenhöhe stattfinden.

Big T gefällt es zwar, mich beim Mittagessen in der Mensa (wenn er mich dort überhaupt noch antrifft) immer mal wieder daraufhin anzuchecken, dass ich ja am Ende doch am LGH bleiben könnte - das Regierungspräsidium habe da so was angedeutet - und auch andere sind überzeugt davon, dass ich ja eh zurück kommen werde, weil sie mich gar nicht in einer anderen Situation vorstellen können.

Leute, Leute - ich muss darüber den Kopf schütteln. Ich bin ein ganz bestimmter Splitter des LGH-Kaleidoskops, vielleicht bin ich der 'jung gebliebene' oder 'jung bleiben wollende' Lehrer mit dem Longboard, der zwar nur noch selten mit einem Schüler verwechselt wird, aber immer noch glaubt, dass Lehrer und Schüler nicht grundsätzlich gegenläufige Interessen haben müssen. Aber die Perspektiven, die ich im kommenden Jahr gewinnen werden, gehen weit über das Lehrersein an einem Hochbegabteninternat hinaus.
Ich kann mich nicht auf diese eine Rolle festlegen lassen, weil zuviel in mir drin ist, dass sich nicht auf Dauer unterdrücken lässt - und das einer gewissenhaften Ausübung der LGH-Lehrerpflichten zum Teil auch im Wege steht.

Die Spezialisierung im letzten Jahr erlaubte mir, mich ganz bestimmten Dingen sehr intensiv zu widmen - obwohl der Herr Kaschl laut Aussage der geschätzten schuljahresendgestressten Kollegen zur Zeit 'sehr entspannt'wirkt, fließt meine Präsenszeit auf dem Campus neben dem Alltagsgeschäft fast zur Gänze in zwei mir sehr liebe Projekte: dem Schneiden einer DVD der "Leichenbraut" - und dem Bau von Longboards in der inzwischen etablierten Werkstatt. Den Rest meiner Aufgaben, muss ich ehrlicherweise sagen, wickele ich jetzt ab - die letzten Noten, der Unterricht, selbst GM-Betreuung und WG... es läuft alles entspannt und langsam aus, so wie ich es mir gewünscht habe, und so wie es auch einst in der Vorbereitungsrunde von Höchst-Salemscher Kompetenz empfohlen wurde: ich gehe mit einem vollen Akku in mein Sabbathjahr.

Der Abschied ist im Prinip also schon vollbracht. Es warten noch ein paar Höhepunkte, das Sommerfest, das Alumnitrefen, der Familientag, die Abscheidsfete. Noch ein mal den Rasen mähen. Aber ich werde keine Verschnaufpause brauchen, um das LGH-Leben hinter mir zu lassen, zu verdauen.

Denn ich bin raus mein Kind - ich gehe auf die Reise, und hab Rückenwind.



6.7.09

Big things

As some of the elect readership might have noticed, I am in a period of serious change. As with all important things, the transformations have been tremendously fast - but if you can ruin your life in the blink of a second, surely you can try to save it in the same time span?


However rapid things might have developed, for me the times are creative, bountiful and endless. For some reason of physical principle, however, I strangely do not seem to have enough time to keep posting regularly. I beg to forgive this - remember, a good post is like a good wine, it takes some time to ripen. If there is anything to report, you will get the news. And I believe there will be some big things.


Till then…


Ulf



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