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13.7.10

Aus und Vorbei: Ein Resümee zur WM Tour 2010

Mit fulminanter Feier endet die WM in Soccer City, Spanien wird verdient Weltmeister, und Nelson Mandela winkt zum Abschied herzerweichend aus seinem Madibamobil. In Deutschland schmilzt derweil der Asphalt, Phillip Lahm heiratet, und meine sommerliche Lesetour ist zu Ende.

Creative Writing 04 Alumni Treffen im Karlsruher NUN-Café.

Was für ein Monat! Jede zweite Nacht eine andere Matratze, genau 6952 gefahrene Kilometer, an die 250 signierte Bücher und über 600 Zuhörer für 'Roadmovie Kapstadt'. Wiedersehen mit Freunden noch aus Studientagen, freudiges Entdecken neuer Seiten an Ex-Schülern, neue Kontakte zu Südafrika-Afficionados landauf, landab - und jedes Spiel der deutschen Mannschaft in einer anderen Stadt.

Mein Verkaufsstand am Afrikatag der Universität Freiburg.

Das erste Tor der WM, natürlich für Mzansi, bejubelt am Hauptbahnhof in Berlin... der deutsche Auftaktsieg, gesehen mit meinem Vater bei Public Viewing in Trier... die erste Niederlage, erlitten in einer Studenten-WG in Freiburg... das entscheidende Spiel gegen Ghana (I feel so sorry for you, Black Stars!) zwischen den Helmen der freiwilligen Feuerwehr Heimbach... die Vernichtungsschlacht gegen England, bezeugt im Bavaria Biergarten München... Maradonnas Tränen per Beamer auf einer Hochzeitsfeier im Rheingau... schmerzlicher Abschied von Titelträumen im Garten eines Stuttgarter Mehrfamilienhauses... und versöhnliches Ende auf dem Walther-Platz im Südtiroler Bozen. Und dann - dann kommt er kurz über den Platz gefahren, Madiba Nelson Mandela. Lasst ihn doch in Frieden, den alten Mann, hätte ich vorher gesagt - doch dann strahlt er, mit der Leuchtkraft eines Übermenschlichen, und mir läuft es in Schauern den Rücken herunter. Dass er das noch erleben darf, diesen bislang größten Triumph Südafrikas über Apartheid, inneres Chaos und westliche Skepsis. Manchmal wird eben doch am Ende alles gut.

Letzte offizielle Lesung der Sommertour in der Münchner Favorit Bar.

Ein großes Dankeschön möchte ich an alle diejenigen loswerden, die mir diese grandiose WM-Tour ermöglicht haben. Eure Gastfreundschaft, Netzwerke und die vielen guten Gespräche machen den Sommer 2010 für mich unvergesslich.

Machen sich im Regal ganz hervorraend:
'Roadmovie Kapstadt' und FoCWET Merchandise Artikel.


Ein ganz besonderer Dank geht an all jene Zuhörer, die mit einer Spende aktiv dazu beigetragen haben, dass es mit Mzansi auch nach der WM entgegen des unvermeidlich abflauenden Interesses weiter voran geht. Insgesamt 322,70 Euro konnte ich für Friends of Cape Windjammers e.V. sammeln - Geld, dass in die Zukunft Südafrikas gut investiert ist.

1 comment:

Don Paul said...

Jede zweite Nacht eine andere Matratze
Daumen hoch! So lässt es sich leben! Alter Schwerenöter …

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