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9.12.11

A Taste of Africa: Musikalische Benefizlesung im Mainzer Baron


Mit Kulturevents Spendengelder akquirieren – das könnte in Zukunft eine tragfähige Säule der FoCWET Arbeit werden. Nach dem erfolgreichen Konzert des Pianisten Boris Pohlmann im letzten Jahr fand am 13.11. 2011 eine Benefizlesung meinerseits im Mainzer Baron statt – etwa 40 Zuhörer erlebten ein Gesamtkunstwerk bestehend aus Bildern, Texten und Musik zum Thema Südafrika und genossen danach bei angeregter Diskussion noch den ein oder anderen Teller Butternutsuppe. Als Bilanz können wir von FoCWET stolz einen Erlös von 240 Euro vermelden  – Geld, das direkt in das Sail Training Programm 2012 des Cape Windjammers Education Trust fließen wird. Besonders stolz war ich auf die erstmalige Begleitung durch meinen Freund Adrian F. Meyer - ein junges Ausnahmetalent in vielerlei Hinsicht. An diesem Abend stellte er sein Können am Flügel in den Dienst der Guten Sache.



Südafrika ist kein einfaches Land – und doch eines, das begeistert. So könnte man die Botschaft des Abends im Baron zusammenfassen. Textauszügen aus 'Roadmovie', die von den Grautönen zwischen den Licht- und Schattenseiten der jungen Republik erzählen, wurden durch die Kombination mit prägnanten Bildern und den Klavierimprovisationen von Adrian äußerst lebendig: Während Alexander, der Protagonist von Kaschls „Roadmovie Kapstadt“ bei seinen Abenteuern am Kap zwischen Verliebtheit und Erschrecken hin und her gerissen wird, ließ Adrian in sein Klavierspiel mal verfremdete Zitate aus der südafrikanischen Nationalhymne oder Klassikern wie „Pata Pata“ einfließen. Wort, Bild und Musik ergänzten sich im Wechselspiel hervorragend und schafften es für eine knappe Stunde, die aufmerksame Zuhörerschaft ans Kap der Guten Hoffnung zu entführen. So mancher Zuhörer wäre wohl gerne noch länger dort geblieben - mich eingeschlossen.

Vor diesem Hintergrund präsentierte sich FoCWET an diesem Abend als eine Organisation, der die Schwierigkeit, aus Deutschland heraus Unterstützung für ein fernes Schwellenland zu organisiern, wohl bewusst ist.
„Die Leute sind leichter zum Spenden zu bewegen, wenn sie hungernde Kinder sehen, oder wenn es um den Bau eines Brunnens geht“, konstatiert Stephanie Fenske, Kassenwärtin des Vereins. „Das ist auch verständlich. Was wir also leisten müssen, ist, die Bedeutung des CWET Ansatzes nicht nur für Südafrika deutlich zu machen.“
Und die Vereinsvorsitzende Anja Steting ergänzt: „Es geht ja nicht um ein paar Jugendliche aus den Townships, die Lust aufs Segeln bekommen sollen. Letztlich geht es darum, Multiplikatoren einer selbstbestimmte Lebensweise jenseits der Mechansimen von Armut, Diskriminierung und Gewalt für die Bildung einer stabilen Gesellschaft fit zu machen.“
Die ganz große Vision sei dabei ein bisschen von der Idee der "Welt im Kleinen" inspiriert. Südafrika mit all den Problemen, wie die Kluft zwischen Arm und Reich, den Hautfarben und Religionen, könnte durch die Lösung derselben Beispiel auch für unsere Gesellschaft werden. "Helfen wir der Südafrika, Antworten auf diese Probleme zu finden, erstellen wir dabei Visionen für das friedliche Zusammenleben auf diesem Planeten allgemein.“

Die Zuhörerschaft jedenfalls schien von den gebotenem Programm und den Ausführungen der FoCWET Leute gleichermaßen angetan. Und so mancher konnte neben einem erworbenen Buch oder Kunstgegenstand auch das Gefühl nach Hause nehmen, eine gute Sache unterstützt zu haben.

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